Hepatitis C & Aids

Hepatitis und AIDS – was geht mich das an?
Von Dr. Hartwig Klinker

Unter einer Hepatitis versteht man eine Leberentzündung. Grundsätzlich kann eine Leberentzündung vielfältige Ursachen haben, z. B. auch Medikamente, Alkohol oder Drogen. Im engeren Sinne ist mit „Hepatitis“ eine Leberentzündung durch Viren gemeint.
Es gibt verschiedene Viren, die eine Hepatitis auslösen können, die wichtigsten sind jedoch das Hepatitis B- und das Hepatitis C-Virus. Diese Viren können nämlich eine chronische Hepatitis verursachen, d. h. die Viren vermehren sich andauernd und führen zu einer ständigen Entzündung der Leber. Im Verlauf von 15 – 25 Jahren kann dadurch eine Leberzirrhose entstehen und auch Leberkrebs. Tückisch ist, dass man anfänglich von der Infektion und auch von der Leberentzündung gar nichts merken muss. Eine „Gelbsucht“ tritt z. B. nur selten auf. Genau feststellen kann man die Infektion nur durch eine Blutuntersuchung.
Sowohl das Hepatitis B- als auch das Hepatitis C-Virus werden auf dem Blutweg übertragen. Die häufigsten Ursachen für eine Infektion sind hierzulande Geschlechtsverkehr (besonders Hepatitis B) und Fixen (besonders Hepatitis C).

AIDS ist die Abkürzung für eine erworbene Immunschwäche-Krankheit, die unbehandelt immer tödlich verläuft. Hervorgerufen wird diese Krankheit durch das HI-Virus (HIV = Humanes Immunschwäche-Virus). Das Virus wird ebenfalls auf dem Blutwege übertragen, auch hier sind die wichtigsten Übertragungswege Geschlechtsverkehr und intravenöser Drogengebrauch.
Durch das HI-Virus wird das Immunsystem an einer besonders empfindlichen Stelle geschädigt. In den ersten Jahren nach einer HIV-Infektion fühlen sich die Infizierten noch vollkommen gesund. Im Verlauf von 5 – 10 Jahren gehen jedoch fast immer sogenannte T-Helferzellen zugrunde, die der Körper dringend benötigt, um sich gegen diverse Krankheitserreger zu wehren. Das führt dazu, dass schwere Infektionen an verschiedenen Organen auftreten, die fast immer lebensgefährlich sind und schließlich den Körper immer mehr schwächen.

Sowohl eine chronische Virus-Hepatitis als auch die HIV-Infektion können heutzutage mit gutem Erfolg behandelt werden. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, eine Untersuchung auf HIV und Hepatitis B/C durchführen zu lassen, wenn man ein Risiko für eine derartige Infektion hat oder hatte (z. B. Nadeltausch beim Spritzen, Geschlechtsverkehr mit möglicherweise infiziertem Partner).
Nur wenn man von der Infektion weiß, kann man rechtzeitig eine Behandlung einleiten.
Rat und Hilfe kann man sich bei verschieden Einrichtungen, notfalls auch anonym, einholen (s. Links).
Die Behandlung ist allerdings sehr aufwendig, langwierig, lästig und hat oft Nebenwirkungen. Daher ist es natürlich viel besser, sich erst gar nicht anzustecken!
Wenn man die Übertragungswege für die HIV-Infektion und die Virus-Hepatitis kennt, kann man sich entsprechend schützen.

Vorbeugen ist viel besser als behandeln zu müssen!

Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung, die harmlos ist und einen zuverlässigen Schutz bietet. Gegen Hepatitis C und auch gegen HIV steht leider noch kein Impfstoff zur Verfügung.

Die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen sind:
Kondomgebrauch beim Geschlechtsverkehr und auf keinen Fall Nadeltausch beim Fixen!!
Weitere Informationen:
Hintergundinformationen zum Thema HIV/AIDS sowie alles Wissenswerte über die Aids-Beratung Unterfranken http://www.aidsberatung-unterfranken.de/

Informationen zu allen Aspekten der Hepatitis C, auch aus der Sicht von Betroffenen
http://www.hepatitis-c.de